Die Kolomannkapelle in Hochstätt

Die kleine Kapelle in Hochstätt, einem Ortsteil von Rimsting, stammt aus dem 15. Jahrhundert und verdankt ihren Namen dem hl. Koloman. Dieser soll, der Sage nach, vor langer Zeit durch den Chiemsee geschwommen und in Hochstätt an Land gegangen sein.

Die Sage erzählt weiter, Koloman war ein irischer Pilger, der unberechtigter Weise für einen Spion gehalten und ohne langen Prozeß durch Hängen hingerichtet worden war. Jedoch versetzte sein Leichnam alle in Erstaunen, den dieser ging nicht in die eigentlich zu erwartende Verwesung über. Seitdem suchen Menschen mit Verstauchungen, Brüchen, Erkrankungen der Gliedmaßen oder ähnlichem Leiden im Gebet Trost und Hilfe beim hl. Koloman.

Der Speckerturm

Am nordwestlichen Ausläufer der Ratzinger Höhe, in der Nähe von Thalkirchen, befinden sich die Reste einer Schlossruine. Es handelt sich hier, im Volksmund genannt, um den Speckerturm. Viel ist nicht mehr zu sehen, ein zerfallenes Gemäuer, umgeben von Wällen und Gräben. Die Sage erzählt, dass einst an dieser Stelle ein großes Raubritterschloss gestanden hat. Die Ritter und ihre Knechte waren der Schrecken der ganzen Gegend. Oft wurden fahrende Kaufleute überfallen und um ihr ganzes Hab und Gut gebracht. Bei Nahrungsmangel raubten die Ritter auch die umliegenden Dörfer und Bauernhöfe aus. Des Öfteren hat sich das ausgeplünderte Volk an den Raubgesellen rächen wollen. Doch mit ihren unzureichenden Waffen wie Sensen und Mistgabeln konnten sie nichts gegen die dicken Mauern und die Besatzung ausrichten. Auch beschossen die Landleute das Schloss mit Pfeilen. Zum Hohn wischten die Belagerten vom Fenster aus die beschossenen Stellen mit einem Fuchsschwanz ab. Vom Schloss aus soll es bis Mauerkirchen noch einen unterirdischen Gang gegeben haben. Durch denselben ritten die Ritter und ließen vom Dorfschmied in Mauerkirchen ihre Pferde beschlagen. Bei den heute noch vorhandenen Überrest des Speckerturms soll es sich um den Kerker handeln. In diesen warf man die Gefangenen und ließ sie dort, wenn kein Lösegeld bezahlt wurde, elend verschmachten. Die Nähe des Speckerturms wurde früher gemieden, da die Geister der umgekommenen Gefangenen hier noch lange ihr Unwesen trieben. Man erzählte sich, dass die Leute nachts um 12 Uhr hier ein Stöhnen und Ächzen gehört hätten. 

 

The Kolomankapelle at Hochstätt

The little chapel at Hochstätt, a part of Rimsting, was originated in the 15th century and got its name from the holy Koloman. He swam through the Chiemsee and landed in Hochstätt, at least according to the legend.

Further the saga tells that Koloman was an Irish pilgrim who was unjustified set down as a spyhole and got executed by hanging without a long litigation. But the corpse didn't rot like usual. Since then people with sprains, fractures, with illness of the limbs or similar sufferings are searching consolation and help through prayers to the holy Koloman.

 

The Speckerturm

At the northwest foothills from the Ratzinger Height, near Thalkirchen, there are the rests from a castle ruin. It is the speckerturm, so it is known as in the vernacular. Much isn't left, only a crumbled masonry cased from ramparts and moats. The saga tells at this point was once a robber baron castle. The knights and their slaves were the horror of the whole area. Often propelled merchants were attacked and got starved of their belongings. Due to food shortage they also robbed the surrounding villages and courts. Frequently the robbed people wanted to take revenge. But because they were insufficintly armed they couldn't do anything against the thick walls and the troops. The people also shot the castle with arrows but they got nothing then scorn and ridicule. It is said that there was an underground walk to Mauerkirchen out of the castle.Through this walk the knights rode and had the blacksmith to shoe their horses. The remains of the Speckerturm are properly the dungeon. There the prisoners were thrown in and if nobody payed rasnom they died dreadful. A long time people avoided the near of the Speckerturm because there the ghosts of the dead plied one's dreadful trade. It is told that people heard moan and groan there at 12 o'clock midnight.

Zusatzinformation