Die Entstehung der Kirche St. Salvator

Vor mehr als 800 Jahren trug es sich zu, dass eine schwer mit Schuld beladene Frau aus Siggenham trotz diesen Umstand die heilige Kommunion empfangen wollte. Doch während der Kommunion überkam sie ein Gefühl von Zweifel und Reue, so dass sie die Hostie nicht zerkaute, sondern diese heimlich aus dem Mund nahm und in ihrer Hand aufbewahrte.

Auf dem Heimweg, auf einer Wiese bei Siggenham, legte die Frau das hl. Brot in einem unbeobachteten Moment auf den Boden und wollte anschließend so schnell wie möglich nach Hause. Doch im selben Augenblick versank die Hostie vor den Augen der zu Tode erschrockenen Frau in der Erde. Um ihr Seelenheil fürchtend, eilte sie sofort zurück zur Kirche, wo sie dem Pfarrer reumütig ihre frevlerische Tat beichtete. Sie flehte um Absolution und bat den Geistlichen mit ihr zu kommen, um ihm die Stelle des Vorfalls zu zeigen. Genau an diesem Ort wurde bald darauf die Kirche St. Salvator errichtet. Anfangs stand sie ganz frei inmitten von Äckern und Wiesen. Erst im 18. Jahrhundert begannen Menschen sich um die Kirche herum anzusiedeln. Der so entstandene Ort nennt sich ebenfalls St. Salvator. Die heutige Kirche wurde allerdings erst Ende des 15. Jahrhunderts, also in der Spätgotik, errichtet. Jedoch steht der Hochaltar angeblich genau auf der Stelle, an der die Hostie im Boden verschwunden sein soll.

Die wilde Jagd

Einmal ging an einem nebeligen Herbsttag um Mitternacht ein Mann von Rimsting nach Greimharting. Im Wald hörte er plötzlich ein Rauschen und Schreien. Da befiel ihn die Angst und er glaubte, ein wildes Heer würde kommen. Es ertönten Hörner, vermischt mit Hundegebell. Da eilte der Mann, so schnell ihn seine Füße tragen konnten, zur Kirche von Greimharting. Vor der Kirchentür fiel er auch die Knie und betete zu Gott. Der Lärm verstummte und die wilde Jagd konnte ihm keinen Schaden mehr zufügen. Der Mann war gerettet. Somit dankte er Gott und kehrte beim Morgengrauen nach Hause zurück.

Der wilde Hund

Zwischen Otterkring und dem Ort Prien erhebt sich eine bewaldete Höhe, der Höhenberg. Hier haben einige Männer den wilden Hund mit den glühenden Augen gesehen. Zur finsteren Nacht gingen sie den alten Weg hinter Otterkring hernieder durch die Schlucht zur Furt in dem Gebirgsbach Prien. Plötzlich tauchte der Hund auf und lief ihnen  nach, solange sie den dichten Wald zur Seite hatten. Doch auf die Straße kam er nicht. Deutlich vernahmen sie sein Knurren und Gebell und seine Augen glühten fürchterlich in der Dunkelheit. Seit jedoch die Straße auf die Ostseite von Otterkring an den Berghang verlegt wurde hat sich der "wilde Hund" nicht mehr sehen lassen. 

 

The building of the church St.Salvator

800 years ago a woman from Siggenham who was burdened with fault wanted to receive the Holy Communion. But while she received it she got a feeling of doubt and remorse, so that she didn't chew the host but took it secretly out of her mouth and kept it in her hand. On the way home the woman laid this holy bread on a meadow near Siggenham and wanted to get home as fast as possible. But in the same moment the host sank into the earth. Because the woman was afraid for her spitritual welfare she hurried back to the church where she told the priest remorseful from her outrageous deed. She begged for absolution and pleased the priest to come with her to show him the place of her deed. Right at this point the church St.Salvator was built. First it stood free but in the 18th Century the people began to move there. The place is also called St.Salvator. The church from nowadays was built in the 15th Century. But it is tolled that the high altar stands right on the spot where the host sank into the earth.

The wild hunting

Once on a foggy fall evening a man walked from Rimsting to Greimharting. In the forest he suddenly heard a roar and a scream. Because of that he was afraid and he thought that a wild army was coming. There were also suddenly horns mixed with barking. The man hurried to the church of Greimharting. In front of the door he kneed down and prayed to god. The noises felt silent and the wild hunting wasn't anymore able to do him any harm. The man was safe. He thanked god and went home in the daybreak.

The wild dog

Between Ottenkring and Prien there raises a wooded height, the Höhenberg. Here some men saw the wild dog with the glowing eyes. In the dark night they walked along the old way behind Ottenkring, through the gorge to the ford in the mountain stream Prien. Suddenly a dog appeared and followed them all the time while they had the thick forest by their side. But he didn't go on the street. They clearly heard his snarling and barking and his eyes glowed terrible in the dark. Since the street is on the east side of Ottenkring at the mountain slope, nobody saw the "wild dog" ever again.

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