Greimharting ist 1135 erstmals urkundlich erwähnt und zwar in drei verschiedenen Urkunden, verbunden mit dem Namen "Konrad von Grimhartingen". Zu dieser Zeit gab es eine Burg und ein Geschlecht der Grimhartinger von Grimhartingen. Vermutlich stand die Burg auf der nördlichen Erhöhung neben dem heutigen Greimharting. Aus den Steinen und Quadern dieses Adelssitzes wurde später die Greimhartinger Kirche errichtet.

Durch die Ereignisse des Spanischen Erbfolgekrieges (1702 - 1713) wurden Rimstinger und Greimhartinger Bauern zu Fuhrdiensten gezwungen. Da sie oft Leerfahrten machten, nutzten sie diese Gelegenheit zum Handel auf eigene Rechnung. Manche kamen bis Wien und Preßburg, sogar über den Brenner, setzten sich sogar mancherorts fest. So sind durch Wiederbesiedelung die Ortsnamen Ottakring, Hitzing und Nußdorf aus dem Chiemgau in den Wiener Raum gelangt.

Mit dem Gewerbe der Samer (1 Samm = 150 kg) wird den Rimstingern als Fuhrunternehmern die Möglichkeit gegeben, beim Handel mit Wein und Salz wohlhabend zu werden. Für das Lagern der Handelsgüter benötigte man viel Platz. Ideal für diesen Zweck war der sogenannte Itakerhof, ein Einfirsthaustyp mit hohen Dachgeschoßräumen als trockene Lagerfläche, die von italienischen Wanderarbeitern hier im Chiemgau errichtet wurden. Einige Beispiele dieser in ungewohnten Dimensionen mit saalhohen Decken und und hohen schlanken Fenstern gebauten Bauernhäuser sind hier in Rimsting zu finden. Der Bau der Eisenbahn 1860 entzog dem Samergewerbe die Existenzgrundlage, da die Ware schneller und billiger mit der Bahn verfrachtet werden konnte.

1995 wurden südöstlich von Rimsting römische Urnengräber entdeckt. Verschiedene Münzfunde und Tonscherben lassen vermuten, dass es bereits im ersten vorchristlichen Jahrhundert im Rimstinger Gemeindebereich eine römische Besiedelung gab.

Nach Entscheidung der Greimhartinger Bevölkerung zum freiwilligen Zusammenschluß mit Rimsting erfolgte am 1.4.1970 die Eingliederung der Gemeinde Greimharting in die Gemeinde Rimsting. Zum 1.4.1971 kamen von der Gemeinde Mauerkirchen die Orte Sieglweiher, Gmein und Hötzelsberg, am 1.1.1972 von der Gemeinde Hirnsberg der Ort Hocheck und am 1.5.1978 von der Gemeinde Pietzing die Orte Ratzing mit Herrgottswinkel, Hitzing und Kindlpoint zur Gemeinde Rimsting.

Die Flurgemeinde Rimsting umfaßte vor 1970 1037 ha; 1970 kamen 720 ha, 1971 45 ha, 1972 7 ha und 1978 141 ha dazu; durch Abgabe eines Gebietes bei Westernach an die Marktgemeinde Prien verringerte sich die Fläche um 29 ha, so daß die Gemeinde ein Gebiet von 1921 ha umfaßt. Nach den neuesten Messungsergebnissen und nach Hinzurechnung der Verlandeflächen am Chiemsee und im Prienmündungsgebiet umfaßt die Gemeindefläche heute 1998 ha.

Zur Zeit (Stand 2016) hat die Gemeinde Rimsting rund 3.800 Einwohner und ca. 300 Bewohner mit Nebenwohnung.

Allen die sich für Rimsting - von der Siedlungsgeschichte bis zur Neuzeit, Kultur und Natur - interessieren, sei das "Rimstinger Heimatbuch" von Josef Waibel empfohlen. Es ist in der Gemeindeverwaltung zum Preis von € 23,-- zu erwerben.

 

The history of Greimharting

Greimharting was in 1135 the first time mentioned in a document namely in three different documents related to the name "Konrad von Grimharting". At that time there was one castle and one strain of Grimhartinger from Grimharting. Probably the castle stood where nowadays the church stands.

Through the happenings of the War of the Spanish Succession (1702-1713) the peasants of Rimsting and Greimharting were forced to drive services. Because many times they had empty running's they did trades on own bill. Some managed it to get as far away as Wien and Preßburg yet until behind the "Brenner" they even stayed in some places. So the place names Ottenkring, Hitzing and Nußdorf you can also find in the Wiener area because of the repopulation.

With the profession of the "Samer" (1Samm = 150 kg) the Rimstinger got the opportunity to become rich with the trade of wine and salt. For storage they needed much space. Ideal for this purpose was the "Itakerhof", a house with high top floor rooms as a dry storage space, which was made by italic swagmen in the Chiemgau. Some example of these farmhouses with high ceilings and high slim windows you can find here in Rimsting. The building of the train in 1860 was the end of the profession because the commodity could be freighted faster and cheaper by Train.

In 1995 Roman urn graves were detected in the southeast of Rimsting. Different coin finds and crocks let suggest that a Celtic Settlement already existed in the ealry pre-Christian century in the area of the municipality Rimsting.

After the decision of the population of Greimharting to a voluntary association by the 04/01/1970 the incorporation of the municipality Greimharting to the municipality Rimsting ensued. By the 04/01/1971 the places Siegelweiher, Gmein and Hötzelsberg from the municipality Mauerkirchen, by the 01/01/1972 the places Hocheck from the municipality Hirnsberg and by the 05/01/1978 the places Ratzing with Herrgottswinkel, Hitzing and Kindlpoint from the municipality Pietzing also joined the municipality Rimsting.

The municipality comprised before the year 1970 ca. 1037 ha and now after the newest measurements it comprises 1998 ha.

In present times the municipality has ca. 3800 inhabitans and ca. 300 inhabitants with a secondary home.

For all those who are interested in Rimsting - from the settlement history to the modern era, culture and nature - the book "Rimstinger Heimatbuch" (in German) from Josef Waibel is recommended. You can get it at the municipal administration for 23 EUR.

Zusatzinformation