Wegen der Vermutung des Vogelgrippe-Aufkommens wurde vom Landratsamt Rosenheim ab 15.11.2016 eine Aufstallung (sofort gültig) angeordnet.
Nach Labor-Untersuchung der aufgefundenen Wasservögel wurde dieser Verdachtsfall nun bestätigt!
Im Landkreis Rosenheim waren von 65 Proben an Wildvögeln waren 38 positiv!

Die Virus-Gefährlichkeit wurde vom Landratsamt Rosenheim auch am 7.2.2017 nochmal bestätigt; es besteht also auch im Frühjahr 2017 noch eine große Gefahr für die Geflügelbestände; die Aufstallungspflicht bleibt bestehen.
 Das Veterinäramt mahnt zur Vorsicht; es kann derzeit auch kein Handel mit den Tieren gestattet werden. Wir bitten um Verständnis!

Erläuterung:
Es handelt sich um eine hochansteckende Form der H5N8-Virus-Krankheit. 
Auf die vom Landratsamt Rosenheim bereits erlassene Allgemeinverfügung mit dem Aufstallungsgebot hat dieses Ergebnis keine Auswirkungen; die erlassene Aufstallungsverfügung bleibt gültig.

Für Fragen zum Thema Geflügelpest richtete das Landratsamt Rosenheim ein Bürgertelefon ein.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Veterinäramtes sind unter der Telefonnummer 08031 / 392-5555 zu erreichen: 
Montag bis Donnerstag von 8 Uhr - 12 Uhr und 14 Uhr - 16 Uhr; Freitag von 8 Uhr - 12 Uhr.

Für die Bürgerinnen und Bürger gilt weiterhin, tote Wasservögel nicht anzufassen, sondern den Fundort der Integrierten Leitstelle in Rosenheim unter der Telefonnummer 08031 / 900-900 zu melden.
Das Veterinäramt weist hier zudem darauf hin, dass nur Wasservögel eingesammelt werden;
tote Singvögel können vom Finder selbst in einem Müllbeutel oder in einer Plastiktüte verpackt über die Hausmülltonne entsorgt werden.

Wichtig ist dem Leiter des Veterinäramts Dr. Michael Helbing noch der Hinweis auf die mögliche besondere Rolle von Haustieren. Wenn Hunde und Katzen tote Wasservögel herbeibringen können sie Hausgeflügelbestände gefährden. Helbing empfiehlt daher, in dem in der Allgemeinverfügung festgelegten Drei-Kilometerbereich am Chiemsee Hunde (besser wäre übergangsweise generell) anzuleinen und die Bewegungsfreiheit von besonders eifrigen Katzen einzuschränken.

Die nun dringend einzuhaltende Aufstallungs-Verfügung betrifft zwingend alle Geflügelhalter in einem Bereich von 3 Kilometern entlang des Chiemsee-Ufers.
Aus Sicherheitsgründen wurde mitlerweile die Aufstallungspflicht auf ganz Bayern ausgeweitet.
Aufstallung bedeutet, dass die Tiere in geschlossenen Ställen oder unter einem Dach gehalten werden müsse - Wildvögel dürfen nicht zu den gehaltenen Tieren vordringen können bzw. dessen Kontakte mit den Haltungstieren müssen vermieden werden. 
Alle Eingänge zum gehaltenen Federvieh müssen mit Einrichtungen zur Schuhdesinfektion versehen sein. Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestandes dürfen nicht freigelassen werden.

Ganz wichtig sind auch die Biosicherheits-Maßnahmen; darunter fallen alle Vorsichtsmaßnahmen, die einerseits den Eintrag gefährlicher aus der Umwelt erschweren und andererseits eine Weiterverbreitung aus bereits infizierten Betrieben unterbinden sollen. Entscheidend ist, dass nicht nur der direkte Kontakt mit Wildvögeln unterbunden ist, sondern auch die indirekten Eintragungswege wie verunreinigtes Futter, Wasser oder Einstreu auszuschließen sind.
Es wird daher dringend geraten, vor dem Betreten des Geflügelstalls die Kleidung und Schuhe zu wechseln sowie geeignete Reinigungs-und Desinfektionsmaßnahmen vorzunehmen. 
Die Geflügelhalter dürfen sich gern bei Fragen an das Veterinäramt Rosenheim wenden. 

Geflügelhalter-Meldung:
Alle Geflügelhalter im Landkreis Rosenheim, die Ihrer Pflicht zur Meldung des gehaltenen Geflügels bisher noch nicht nachgekommen sind, haben die Haltung von Geflügel unverzüglich beim Landratsamt Rosenheim, Abteilung Veterinäramt (Tel. 08031-392-6002) anzuzeigen.

Für Menschen besteht keine Gefahr; Geflügel und Eier können ohne Einschränkung gekauft und verzehrt werden. Die Lebensmittel sollten (wie sonst auch) stets gut erhitzt und durchgegart werden.

 

Wir bitten um Beachtung und ggf. weiterer Veranlassung!

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